Grundlagen

Wissenschaftliche Erkenntnisse der Magnetfeldforschung

Magnetismus und Magnetfelder beschäftigen die Menschen schon seit langer Zeit. Wahrscheinlich erkannten die Chinesen zuerst, dass die Erde ein Magnetfeld besitzt, das auch zur geografischen Orientierung geeignet ist.
Magnetfelder gibt es überall, auf der Erde, im All und in unserem Organismus. Sie sind für die Existenz unseres Lebens unverzichtbar und die wichtigsten Errungenschaften des heutigen technischen Standards gäbe es ohne sie nicht. Weil wir Menschen diese Magnetfelder nicht sehen, hören, riechen schmecken oder fühlen können, waren viele Phänomene, die mit dem Auftreten von Magnetfeldern verbunden sind, lange Zeit unerklärlich.
Heute sind die Erscheinungen des Magnetismus weitgehend erforscht.

Namhafte internationale Wissenschaftler und Forscher haben durch ihre Entdeckungen zur Aufklärung dieser Zusammenhänge beigetragen. So bewies der italienische Forscher Luigi Galvani im Jahre 1793 die Existenz des elektrischen Stromes und, dass lebende Organismen elektromagnetische Kräfte besitzen. Im Jahre 1820  machte der dänische Physiker Hans Christian Oerstedt zufällig die Entdeckung, dass elektrischer Strom ein Magnetfeld erzeugt.

Dass es auch umgedreht möglich ist,  wies im Jahr 1831 der englische Forscher Michael Faraday nach, indem er die magnetische Induktion entdeckte und das Induktionsgesetz erkannte. Er musste viele spezielle Experimente durchführen, bis er nachweisen konnte, dass ein Magnetfeld elektrischen Strom hervorrufen kann, wenn es sich zeitlich ändert.

Diese Entdeckungen hatten weitreichende technische Bedeutung, denn darauf aufbauend konnten Magnete entwickelt werden, die beliebig ein -und ausschaltbar sind. Es war möglich, Elektrizität in großen Mengen zu erzeugen und als eine Hauptenergiequelle zu nutzen.
Der deutsche Physiker Heinrich Hertz wies dann 1886 langwellige elektromagnetische Wellen nach, was für die Entwicklung der Radiotechnik von großer Bedeutung war. Nach ihm wurde die Einheit der Frequenz benannt, die in Hz angegeben wird. Es war eine große Leistung der Physik, den Magnetismus durch elektrische Ströme im Innern der Atome zu erklären und somit alle magnetischen Erscheinungen auf elektrische Ströme zurückzuführen.
Die Materie hat die Eigenschaft, Magnetfelder zu verändern oder sogar von sich aus zu erzeugen und es werden Magnetfelder durch das Fließen von Strömen erzeugt. Magnetfeld und elektrisches Feld haben viele Eigenschaften gemeinsam. So können beispielsweise beide Felder sehr anschaulich durch Feldlinien beschrieben werden. 
In unserem gesamten Organismus wirken elektrische und magnetische Felder und ermöglichen die Funktionsabläufe von Muskeln, Nerven, Herz, Gehirn und anderen Organen, wodurch unser Leben aufrecht erhalten werden kann. Diese körpereigenen elektrischen Felder werden unter anderem durch das Erdmagnetfeld beeinflusst. Fehlt dieses (z.B. Raumfahrt), treten schwere degenerative Erkrankungen auf. Mit Hilfe des Erdmagnetfeldes orientiert sich auch eine Reihe von Tieren (z.B. Zugvögel, Brieftauben, Honigbienen, Wale).

Im Jahre 1965 gelang es dem amerikanischen Forscher und Nobelpreisträger Linus Pauling, die biomagnetischen Eigenschaften des Blutes nachzuweisen, wofür er auch den Nobelpreis für Chemie erhielt.

Alle Lebewesen verfügen über einen Magnetismus, in jeder einzelnen Zelle treten elektromagnetische Kräfte auf. Der Transport von Nährstoffen in die Zelle und auch der Abtransport von Schlackenstoffen aus der Zelle wird mit Hilfe von eigenen magnetischen Felder ausgelöst. Wissenschaftliche Arbeiten schreiben von störenden magnetischen Kräften (z.B. technische Felder aus Flug- und Radarüberwachung, Handys, Transformatorstationen u.v.m.) um uns herum, die uns belasten können. Dies kann sogar zur Disharmonie und damit auch zu Unwohlsein führen. Andererseits könnte logischerweise eine Beeinflussung mit geeigneten "körperfreundlichen" Magnetfeldern eine harmonisierende Wirkung zur Folge haben.

In der modernen Diagnostik hat dieser Wissensstand längst Einzug gehalten und es gehört zum medizinischen Alltag, die elektrischen Aktionsströme des Herzens mittels EKG und die Hirnströme mittels EEG zu dokumentieren. Auch die Magnetresonanztomographie bedient sich dieser physikalischen Gesetze, um präzise dreidimensionale Bilder aus dem Körperinneren zu produzieren.
All diese Erkenntnisse waren die Grundlage für die Entwicklung der Magnetfeld-Stimulation, die den Anforderungen der heutigen Zeit entspricht.

Um diese Methode zu entwickeln, mussten einige Voraussetzungen erfüllt sein. Einerseits war es erforderlich, körpereigenen Magnetfelder zu verwenden, die für eine Stimulation des Organismus geeignet sind.

Und andererseits musste sichergestellt werden, dass die erzeugten Magnetfelder auf technisch höchstem Niveau und in spezieller Weise zur Wirkung gebracht werden können.
Dazu musste nun das über Jahre gesammelte Wissen um die elektromechanischen Zusammenhänge sowohl in physikalischer als auch in physiologischer Hinsicht mit den Möglichkeiten modernster Technik verknüpft werden.